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Die Verwendung digitaler Verfahren und Technologien in der geisteswissenschaftlichen Forschungspraxis nimmt zu. Eine umfassende Reflexion dieses Prozesses ist nötig und sie steht noch aus. Es ist anzunehmen, dass Digitalität die Untersuchungsgegenstände in den Geisteswissenschaften, ihre Epistemologien und die Prämissen ihrer Erkenntnisansprüche, das disziplinäre Selbstverständnis der geisteswissenschaftlichen Fächer, wie auch deren Forschungspraktiken verändert.

Im Rahmen der Symposienreihe „Digitalität in den Geisteswissenschaften“ diskutieren Vertreter verschiedener Wissenschaftsdisziplinen, um gemeinsam ein Verständnis für die digitalen Entwicklungen im Bereich der Geisteswissenschaften zu entwickeln. Erörtert werden Fragen, wie – „Wie verändern digitale Technologien die geisteswissenschaftliche Forschung und ihre Gegenstände?“, „Findet letztlich nur eine Erweiterung statt oder verändern sich die Geisteswissenschaften im Kern?“, „Wie muss das Verhältnis digitaler Methoden zu den klassischen hermeneutischen Ansätzen gedacht werden?“, „Welche Auswirkungen ergeben sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs und dessen Förderung?“, etc.

Anliegen der Reihe ist es weniger, technische Lösungen für einzelne Fachdisziplinen zu diskutieren oder gar zu entwickeln. In den Fokus gerückt werden sollen vielmehr grundsätzliche, fachübergreifende Fragen zu Forschung und Forschungsmethoden der Geisteswissenschaften im Kontext der Digitalisierung.

Die Veranstaltungen unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Huber, Prof. Dr. Sybille Krämer und Prof. Dr. Claus Pias werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Das 1. Symposium findet im Frühjahr 2016 unter dem Titel „Digitalität – Theorien und Praktiken des Digitalen in den Geisteswissenschaften“ in der Villa Vigoni statt.