QuaDramA – Quantitative Drama Analytics.

 

An der Universität Stuttgart ist 2017 ein Forschungsprojekt zur quantitativen Dramenanalyse gestartet: QuaDramA – Quantitative Drama Analytics. Ziel des Projektes von Dr. Nils Reiter (Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung) und Dr. Marcus Willand (Institut für Literaturwissenschaft) ist zum einen die Entwicklung neuer Methoden zur Analyse dramatischer Texte und zum anderen die Untersuchung dramenhistorischer Entwicklungen. Kern ist dabei die Komplementierung von strukturellen Informationen in Dramen (Einteilung in Akte, Szenen etc.) mit einer computerlinguistisch unterstützten Analyse der Figurenrede(n).

Das Projekt wird in Zukunft von der VW-Stiftung im Rahmen der Mixed-Methods-Förderung unterstützt und erlaubt es uns, zwei Doktorandenstellen (65%, TV-L 13) auszuschreiben. Bewerbungshinweise finden Sie hier.

Projektvorhaben:
In QuaDramA erarbeiten wir die Möglichkeiten der skalierbaren Analyse dramatischer Texte, wobei wir insbesondere verschiedene Aspekte der dramatischen Figur fokussieren. Unser Korpus besteht aus über 600 digitalisierten deutschsprachigen Dramen, insbesondere aus der Zeit zwischen 1740 und 1920. Auf diesem Korpus verbinden wir Strukturanalysen mit der computergestützten Inhaltsanalyse dramatischer Figurenrede. Diese Verbindung beider Analyseformen erlaubt es uns, computerlinguistische tools der natürlichen Sprachverarbeitung (NLP) für die spezifische Domäne dramatischer Texte zu adaptieren. Struktur und Inhalt auf diese Weise analytisch zu integrieren ist nicht trivial, da sehr unterschiedliche Informationstypen in Abhängigkeit von einander systematisch analysiert werden müssen, um für eine differenzierte Textinterpretation fruchtbar gemacht werden zu können. Die empirischen Funde der Analysen werden neben der Einzeltext-Interpretation auch literaturhistorisch eingebunden. Dabei sind drei Aspekte der dramatischen Figur von zentraler Bedeutung:

  1. Figurentypen: Was sind Figurentypen (zärtlicher Vater/Intrigant/Narr) und von welchen Textmerkmalen werden sie konstituiert? Ist es möglich, Figurentypen automatisiert anhand dieser Merkmale zu identifizieren? Wie entwickeln sich einzelne Typen im Verlauf der deutschen Dramengeschichte.
  2. Figureninteraktion: Wie interagieren Figuren (und Figurentypen) mit anderen Figuren (und Figurentypen)? Worauf basieren ihre Beziehungen (Emotionen, Familie, soziale Zwänge) und wie verändert sich dies historisch? Gibt es prototypische Beziehungsmuster zwischen bestimmten Figurentypen (in spezifischen historischen Konstellationen)?
  3. Figurenentwicklung: Wie entwickeln sich dramatische Figuren und Figurentypen im Verlauf der Handlung eines Einzeltextes? Verändern sie ihre Position in Bezug auf den dramatischen Konflikt (Dynamik/Statik) und wenn ja, wie?

Weitere Informationen, Publikationen, Vorträge, unser Korpus und Code finden Sie auf unserer Projektseite: https://quadrama.github.io/

 

 

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Wissen in Netzwerken und durch Netzwerke

 

Die im Wintersemester 2014/15  an der Universität Leipzig  begründete Vortragsreihe „Theorie und Methodik“ soll den Begriff „Digital Humanities“ mit Inhalten füllen, indem Fragen ihrer Theorie und Methodik einer breiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dabei soll auch darüber reflektiert werden, wo die traditionellen Grenzen zwischen Disziplinen wie z. B. Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft nur „gewollte“ Grenzen sind, die sich letztendlich als hinderlich erweisen, und ob nicht gerade die Digitalen Geisteswissenschaften aufgerufen sind, eine Theorie zu entwickeln, die die gemeinsamen Grundlagen und Methoden in den Fokus nimmt.

Die Veranstalter laden am 17.01.2017 zu folgenden Vorträgen ein:

17:15-18:30 – Anne Baillot (Centre Marc Bloch, Berlin): Zirkulation von Briefen, Zirkulation in Briefen. Romantische Korrespondenzen edieren heißt Geschichte (neu)schreiben

und

18:30-19:45 – Vera Hildenbrandt (Universität Trier, Trier Center for Digital Humanities): „Man verliert ein Volk und erhält weitverstreute Freunde“. Soziale Netze deutschsprachiger Intellektueller im Exil

 

Nähere Informationen finden Sie auch im Veranstaltungsflyer sowie auf der Website.

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Berliner DH-Bericht

Die Geschäftsstelle des Interdisziplinären Forschungsverbundes Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) erstellt jährlich einen Berliner DH-Bericht, der einen Überblick über aktuelle
Entwicklungen in Forschung, Lehre und nachhaltiger Bereitstellung digitaler geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten gibt und Transparenz für die Berliner Digital-Humanities-Community schafft.
 
Der if|DH|b wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung für zunächst drei Jahre bis zum 30. Juni 2016 gefördert. Nach erfolgreicher Evaluierung im Frühjahr 2016 wird die Förderung des Verbundes für weitere zwei Jahre vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2018 fortgesetzt. Während in der ersten Förderphase eine berlinweite einrichtungsübergreifende Plattform für die Digital Humanities initiiert und eingerichtet wurde, dient die zweite Phase der Entwicklung tragfähiger Konzepte in den DH-Bereichen „Nachhaltige Forschungsdaten“ und „Lehre und Weiterbildung“ am Standort. Das Forum „Forschung“ wird in diese beiden Bereiche integriert.
 
Der nun vorliegende Berliner DH-Jahresbericht 2015/2016 informiert über die Arbeiten zum Abschluss der ersten Förderphase des if|DH|b und gibt einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten der zweiten Förderphase (10/2016–09/2018).
 
 
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WikiLibrary Barcamp 2016

(c) WikiLibrary Barcamp 2016

(c) WikiLibrary Barcamp 2016

Am 3. Dezember 2016 findet in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) das WikiLibrary Barcamp 2016 „Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende“ zum Thema Wikipedia und Bibliotheken statt. Veranstaltet wird das Barcamp von Wikimedia Deutschland e. V., der SLUB Dresden und der Kampagne Netzwerk Bibliothek des Deutschen Bibliotheksverbands e. V. (dbv).
Das Barcamp möchte die Begegnung zwischen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren und Wikipedia-Aktiven fördern. Teilnehmende sind im Sinne der Idee der Barcamps eingeladen, ihre Ideen zum Motto „Bibliotheken im Netz – Digitale Allmende“ einzubringen und Projekte vorzustellen. In Input-Vorträgen & Diskussionsrunden, Workshops oder Poster-Sessions werden Ideen, Vorschläge und Fragen zum Thema Bibliotheken im Netz – Digitale Almende!? behandelt.

Näheres zum Programmablauf auf der WikiLibrary-Seite.

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CfP: „Digitale Literaturwissenschaft“

Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft findet vom 9. bis 13. Oktober 2017 in der Villa Vigoni ein internationales literaturwissenschaftliches Symposion zum Thema „Digitale Literaturwissenschaft“ statt. Es folgt organisatorisch dem Muster der Germanistischen Symposien der DFG, wie sie seit den 1970er Jahren durchgeführt wurden. Die Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch, wobei alle Teilnehmer in der Lage sein sollten, Beiträge in beiden Sprachen zu lesen und der Diskussion in beiden Sprachen zu folgen.

Das internationale literaturwissenschaftliche DFG-Symposium findet unter Leitung der Kuratoren Prof. Dr. Fotis Jannidis (Universität Würzburg), Prof. Dr. Simone Winko (Universität Göttingen), Prof. Dr. Andrea Rapp (TU Darmstadt), Prof. Dr. Jan Christoph (Universität Hamburg), Dr. Thomas Stäcker (Herzog August Bibliothek Wolffenbüttel) statt.

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CfP: Stilistik und Stilometrie in der Romania

Call for Papers zum XXXV. Romanistentag in Zürich, 08.-12.10.2017, Sektion 7

Theorien von Autorschaft und Stil in Bewegung. Stilistik und Stilometrie in der Romania
Sektionsleitung: Nanette Rißler-Pipka (Siegen / Eichstätt)  Kontakt: rissler@romanistik.uni-siegen.de / nanette.rissler-pipka@ku.de

Zwischen dem Verdikt vom Tod des Autors (Barthes 1968) und der folgenden Re-definition des Autorbegriffs (Foucault, Genette, Eco, etc.) liegt die Notwendigkeit literaturgeschichtlicher
Klassifikation von Autoren, Stilen und Epochen auf der einen Seite und linguistischer Beschreibung von Sprachstilen auf der anderen Seite. Im Literatursystem hat sich die Bedeutung des „Autors“ zurecht in einem Geflecht von Produktionsbedingungen, Text, Leser, Performanz, Diskurs, Medien, Distribution und Rezeption relativiert. Erst in Folge der Digitalisierung von Texten, Büchern oder Artefakten sowie der Plagiatsdiskussion an Universitäten ist Autorschaft zumindest im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens und digitalen Publizierens wieder ein Thema. Weiterlesen ›

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Digitale Editionen und Auszeichnungssprachen

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Der Münchener Arbeitskreis für digitale Geistes- und Sozialwissenschaften veranstaltet am 21. und 22. November 2016 an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften einen Workshop zum Thema: „Digitale Editionen und Auszeichnungssprachen“. Interessierte können sich unter digitalisierung@badw.de anmelden.

Die Veranstalter (Dr. Eckhart Arnold, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Referatsleiter Digital Humanities; Prof. Dr. Mark Sven Hengerer, Ludwig-Maximilians-Universität München, Professur ‚Geschichte Westeuropas in der Frühen Neuzeit‘; Julian Schulz M.A., Ludwig-Maximilians-Universität München, IT-Gruppe Geisteswissenschaften) über den Workshop:

In den geisteswissenschaftlichen Fächern sind wissenschaftliche Texteditionen nicht nur ein Forschungsprodukt, sie bilden auch die Grundlage der darauf aufbauenden Forschung. Die Anforderungen, die an wissenschaftliche Editionen gestellt werden, variieren jedoch von Fach zu Fach. Ein Beispiel: Historiker bevorzugen eher normalisierte Texte mit vereinheitlichter Interpunktion und Rechtschreibung, während für Sprachwissenschaftler umgekehrt durch die Normalisierung des Textes entscheidende Informationen verloren gehen. Mit Hilfe digitaler Methoden ist es möglich, im Rahmen ein- und desselben Editionsprojektes die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen besser zu bedienen. Der Workshop soll dazu dienen, sich über die Chancen auszutauschen, die digitale Methoden in dieser Hinsicht bieten, aktuelle Editionstechnologien kennen zu lernen und die institutionellen Voraussetzungen digitaler Editionsprojekte zu diskutieren. Im Hinblick auf den „Digitalen Campus Bayern“ sollen dabei auch die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Lehre und Ausbildung thematisiert werden.

Nähere Informationen zum Workshop und dem geplanten Programm sind unter dhmuc verfügbar.

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Verlängerte Deadline!

Die Deadline für unseren Digitalitäts-Workshop im März 2017 an der Universität Bayreuth wurde verlängert.

Alle Interessierten können sich nun noch bis zum 6. November 2016 bewerben. Bitte schicken Sie dazu eine Mail mit einer Projektskizze (max. 1000 Wörter) sowie einem CV an: digitalitaet.dfg@uni-bayreuth.de.

Nähere Informationen zum Workshop „Neue Forschungsgegenstände und Methoden? Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert“ finden Sie hier.

Wir sind gespannt auf Ihre Bewerbung!

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Die kulturelle Konstruktion von Unternehmensverantwortung

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Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Peter Walgenbach (Uni Jena), Projektgruppe „Kultursoziologische Analyse sozialer Artefakte“

In diesem Forschungsprojekt führen wir eine kulturvergleichende Studie zum Thema „Verantwortung von Unternehmen“ an Hand des öffentlichen Diskurses in drei Ländern (Deutschland, Großbritannien, USA) im Längsschnitt (1950-2015) unter Verwendung computerlinguistischer Methoden durch. Die Studie soll wichtige Beiträge für die Wirtschafts- und Organisationswissenschaften leisten.

Theoretisch schließt das Projekt an die Literatur zum soziologischen Neo-Institutionalismus und insbesondere die Literatur zur Weltkultur-These an. Die Vertreter dieser These argumentieren, dass sich seit dem zweiten Weltkrieg kulturelle Vorstellungen von Akteuren, ausgehend von den USA, über den gesamten Globus verbreiten und strukturell (z.B. abgelagert in regulativen Institutionen [Gesetze, Soft Law] oder Organisationsstrukturen) sowie ideell (z.B. Vorstellungen darüber, was unternehmerische Verantwortung ist) zu einer weltweiten kulturellen Angleichung (Isomorphie) führen. In der Tat existieren bereits zahlreiche Studien, in denen sich Hinweise auf strukturelle Isomorphie finden. Allerdings existiert im Neo-Institutionalismus auch die These, dass Strukturen von tatsächlichem Handeln entkoppelt werden können und damit rein zeremoniellen Charakter besitzen. Um zu klären, ob Strukturen entkoppelt sind oder handlungswirksam werden, bedarf es der Untersuchung von Isomorphie auf ideeller Basis, denn erst dadurch lässt sich erkennen, ob bestimmte Vorstellungen auch lokal kognitiv-kulturell und normativ verankert sind.

Unternehmensverantwortung wurde bislang primär mit Fokus auf den strukturellen Wandel regulativer Institutionen untersucht. Zur Untersuchung ideeller Isomorphie ist die Analyse von kultureller Bedeutung, wie sie u.a. in Sprache abgelagert ist, notwendig. Derartige Untersuchungen waren jedoch aufgrund technischer Limitationen bislang nur sehr eingeschränkt möglich und sind insofern kaum erfolgt. Somit besteht ein großer Forschungsbedarf zur Untersuchung isomorpher Prozesse auf ideeller Ebene.

Weiterhin schließt das Projekt an die Literatur zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen an. Bislang finden sich in dieser Literatur drei grob umreißbare Forschungsbereiche zur Verantwortung von Unternehmen. Zum einen wird das Phänomen der Unternehmensverantwortung aus einer institutionellen Perspektive betrachtet, wobei allerdings der Fokus auf dem Wandel regulativer Institutionen bzw. auf der Frage lag, ob Unternehmen bestimmte organisationsstrukturelle Elemente übernehmen und wie sie dies tun. Zum zweiten wird häufig eine ethisch-normative Perspektive eingenommen. In dieser Perspektive wird betrachtet, welche Verantwortung Unternehmen aus welchem Grund besitzen und wie sie dieser gerecht werden sollten. Zudem wurde aus einer ökonomisch-strategischen Perspektive versucht zu messen, welchen Beitrag die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung zum Unternehmenserfolg leistet und von welchen Faktoren dieser beeinflusst wird. Diese Ansätze blenden folgende Aspekte aus: Zum Ersten wird die Verantwortung von Unternehmen weitgehend als unabhängig von (länderspezifischen) institutionellen Kontextfaktoren gefasst. Zum Zweiten wird der Entstehungsprozess von gesellschaftlichen Erwartungen hinsichtlich einer Übernahme von Verantwortung durch Unternehmen ausgeklammert und somit der Eindruck erweckt, dass das Verantwortungsverständnis zeitunabhängig und stabil sei.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass nur wenig systematisch und vor allem nicht empirisch untersucht wurde, was unter der Verantwortung von Unternehmen zu welcher Zeit in welchem Raum verstanden wurde bzw. wird. Zudem bleibt unklar, welcher Zusammenhang von Verantwortung und länderspezifischem (lokalem) Kontext besteht sowie ob, wie und warum sich das Verständnis der Verantwortung von Unternehmen über die Zeit verändert bzw. angleicht. Hierbei ist besonders die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen strukturellem Wandel regulativer Institutionen sowie dem ideellen Wandel in Form normativer und kognitiver-kultureller Vorstellungen bedeutsam. Folgende Forschungsfragen sollen innerhalb des Projektes adressiert werden:

  1. Internationaler Vergleich: Für welche Inhalte wird Unternehmen im Zeitverlauf Verantwortung in einzelnen Ländern (Deutschland, Großbritannien und USA) zugesprochen?
  2. Gesellschaftlicher Wandel: Verändert sich dieses Verantwortungsverständnis über die Zeit und worauf lässt sich diese Veränderung zurückführen?
  3. Komparativer Vergleich internationaler Entwicklungen: Persistieren kulturspezifische Besonderheiten oder gibt es in den untersuchten Ländern eine Konvergenz hinsichtlich des Verständnisses, wofür Unternehmen Verantwortung übernehmen sollen?
  4. Zusammenhang zwischen struktureller und ideeller Angleichung: Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem strukturellen Wandel regulativer Institutionen und dem ideellen Wandel auf normativer und kognitiv-kultureller Ebene?

In unserem Projekt bringen wir computerlinguistische Methoden zum Einsatz bringen, die es ermöglichen Textdaten des öffentlichen Diskurses über drei Länder und 65 Jahre zu analysieren und Wandel im Verantwortungsverständnis sichtbar zu machen. Computerlinguistische Methoden eröffnen die Möglichkeit, Textdaten großzahlig unter Berücksichtigung der linguistischen Funktion von Worten (z.B. Nutzung von Nomen als Subjekte oder Objekte) innerhalb von Sätzen zu analysieren. Damit ermöglichen sie die Optimierung der bereits vorhandenen Techniken zur Textanalyse, die bislang nur heuristisch auf Basis von vordefinierten Wörterbüchern und Wortspannen Informationen aus Texten extrahieren können. Weiterhin ermöglichen sie es, automatisiert den sprachlich sedimentierten Sinn in Textdaten zu ermitteln (z.B. die Semantik von Worten oder von in Texten eingebetteten Themen). Parallel zur computerlinguistischen Auswertung soll vor dem Hintergrund der Wirtschaftsgeschichten der drei Länder die bisherige Literatur zur Unternehmensverantwortung vor dem Hintergrund des Wandels regulativer Institutionen systematisch aufgearbeitet werden. Anschließend sollen beide Seiten der Analyse zusammengeführt und unsere Forschungsfragen umfassend beantwortet werden.

 

Projektgruppe (Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft):
Peter Walgenbach
Jan Goldenstein
Philipp Poschmann
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für ABWL/Organisation, Führung und Human Resource Management
Carl-Zeiss-Straße 3
07743 Jena

Web: www.orga.uni-jena.de
E-Mail: peter.walgenbach@uni-jena.de; jan.goldenstein@uni-jena.de; philipp.poschmann@uni-jena.de

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Digital Musicology – Jetzt zur Winterschool anmelden!

unbenannt

Wie verändern die Methoden der Digital Humanities das Fach Musikwissenschaft in seinen eigenen Methoden und Inhalten? Welche beruflichen Perspektiven ergeben sich für Musikwissenschaftler im digitalen Zeitalter? Wie müssen Lehr- und Lernmethoden in der digitalen Ära angepasst werden?

Diesen und weiteren Fragen rund um die Digitalierung der Musikwissenschaft widmet sich die „International Winterschool Digital Musicology“, die vom 18. bis 19. November 2016 an der Universität Tübingen stattfindet.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Morent, Prof. Dr. Rainer Bayreuther und Dr. Mathias Lang will die „Winterschool“ mit Referaten von FachwissenschaftlerInnen und in der Diskussion mit Studierenden und NachwuchswissenschaftlerInnen eine Bestandsaufnahme der Digitalisierung in der Musikwissenschaft leisten.

Die Teilnahme von bis zu 10 Doktoranden wird gefördert. Vorschläge zum Rahmenthema werden noch bis zum 31.10.2016 unter stefan.morent@uni-tuebingen.de entgegen genommen.

Nähere Infos zum Zeitplan, den Impulsvorträgen und den Bewerbungsbedingungen hier.

 

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