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Die Universität Graz veranstaltet vom 5. bis 9. September 2016 eine Summer School zum Thema „Digitale Edition. Erschließung geisteswissenschaftlicher Quellen mit digitalen Methoden“. Interessierte Nachwuchswissenschaftler können sich noch bis zum 1. Juni dafür anmelden.

Die Summer School, ausgerichtet vom Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities (ZIM-ACDH: http://informationsmodellierung.uni-graz.at) der Karl-Franzens-Universität Graz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE: http://www.i-d-e.de) und mit der Unterstützung der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz, soll Studierende aus geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächern darauf vorbereiten, inhaltlich wie funktional hochwertige Editionen für die digitalen Medien zu konzipieren und sie zeitgemäßen methodischen und technischen Standards entsprechend durchzuführen.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen neben dem Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand digitaler Editionen vor allem die praktische Einübung der maßgeblichen Technologien aus dem Umfeld von XML (Extensible Markup Language) und der Umgang mit den Richtlinien der TEI (Text Encoding Initiative), dem internationalen Standard zur Kodierung textuellen Quellenmaterials in Digitalen Editionen.

Interessierte schicken bis 1. Juni 2016 eine formlose E-Mail mit ihren Kontaktdaten und Angaben zu ihrem Studium oder Forschungsbereich sowie einer kurzen Skizze ihres (konkreten oder potenziellen) Editionsprojekts an: zim@uni-graz.at.

Weitere Informationen zum Programm und zur Teilnahme

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Design Poster: Constanze Baum

Design Poster: Constanze Baum

Wie können Publikationen unter den gewandelten Medienbedingungen aussehen? Was macht eine gute digitale Publikation aus? Worin liegt der Mehrwert digitaler Texte? Muss eine Wissenschaft, die sich digitaler Methoden bedient, nicht auch zwangsläufig offen für digitale Veröffentlichungsmethoden sein? Lässt sich ‚digitale Wissenschaft‘ überhaupt noch auf den herkömmlichen Wegen verbreiten?

Diesen und anderen Fragen hat sich die DHd-Arbeitsgruppe „Digitales Publizieren“ angenommen und jüngst ein Workingpaper erarbeitet. Der Open-Access veröffentlichte Text entwickelt ausgehend von einer grundlegenden Definition, was eine digitale wissenschaftliche Publikation ist, Handlungsempfehlungen an die DH-Community sowie für fördernde Institutionen und Einrichtungen. Er umfasst zudem die Bereiche Autorschaft, Gutachterverfahren, Versionierung und Zitation sowie die Prinzipien des Open-Access, die von jeweiligen Fachexperten erarbeitet worden sind. Dabei kann jeder Abschnitt des Workingpaper von Lesern durch Kommentare ergänzt werden.

Die Relevanz der hier bearbeiteten Fragestellungen für die Geisteswissenschaften zeigt sich auch in der Tatsache, dass die Arbeitsgruppe „Digitales Publizieren“ mit dem 2. Platz beim Poster Award der diesjährigen DHd-Tagung in Leipzig ausgezeichnet wurde.

Zum Workingpaper „Digitales Publizieren“
Weitere Informationen zur AG „Digitales Publizieren“

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Grafik: Silvan Wagner

Grafik: Silvan Wagner

Ein Beitrag von PD Dr. Silvan Wagner (Bayreuth)

Die Digital Humanities sind der nächste Evolutionsschritt der Hermeneutik; was herkömmliche Textinterpretation nur unzulänglich zu leisten wusste, wird erst jetzt erst adäquat leistbar; mit den Digital Humanities werden die gewaltigen und zunehmend wachsenden Textmengen der Literaturwissenschaften umfassend und abschließend bearbeitbar; was bestenfalls hermeneutische Ahnung war, wird nun zu digitaler Gewissheit.

Ich muss zugeben, dass dieses mitunter nur leicht überzeichnete wissenschaftspolitische Werbebild enorm unattraktiv für mich war und – in manchen Ausformungen des Fachs – noch ist. In seinem digitalen Dualismus erschienen mir die Digital Humanities – ohne dass ich mich näher mit dem Phänomen beschäftigt hätte – großspurig wie ein Kleinkind, das den Code Gut/Böse entdeckt hat und damit die Welt zu erklären meint.

Aus diesem Grund bin ich auch aus allen Wolken gefallen, als mir glaubhaft versichert wurde, dass mein neues Forschungsprojekt „Mapping Artus“ ein DH-Projekt sei. Die Grundidee des Projektes ist es, den mittelalterlichen Artusroman (beginnend mit dem Erec Hartmanns von Aue) zu kartographieren, allerdings nicht im geographischen Sinne mit dem Meter als Grundmaß, sondern mit dem Einzelvers als grundsätzliche Einheit. Auf diese Weise soll nicht nur der Zusammenhang von Raum und (Erzähl-)Zeit die Kartographierung fundieren, sondern es soll damit auch möglich werden, ganz unterschiedliche Raumarten der jüngeren und jüngsten Raumforschung auf dieselbe Matrix abzubilden, direkt zu vergleichen und Synergieeffekte ausbilden zu lassen. Erste Versuche dieser Art der Kartographierung stellte ich mit einer Word-Tabelle an, und da es galt, jeden einzelnen Vers zu interpretieren und diversen Raumarten zuzuordnen – darüber hinaus auch unterschiedliche Perspektiven der Figuren auf den erzählten Raum anschaulich zu machen – erschien mir dieses Vorgehen auch nicht zu langsam oder umständlich. (mehr …)

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DHd_2016

Vom 7. bis zum 12. März 2016 findet die 3. Tagung des Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e. V.“ statt. Thema des Treffens, das von Prof. Dr. Elisabeth Burr und Prof. Dr. Gerhard Heyer an der Universität Leipzig ausgerichtet wird: “Modellierung – Vernetzung – Visualisierung: Die Digital Humanities als fächerübergreifendes Forschungsparadigma”.

Weitere Informationen DHd 2016

Livestream zu den Keynotes: http://www.uni-leipzig.de/~zmk/news.html

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Das Blog begleitet die DFG-geförderte Symposienreihe „Digitalität in den Geisteswissenschaften“ und bietet eine zusätzliche Plattform zur öffentlichen Kommunikation, Information und sachlichen Debatte. Hier finden in unregelmäßiger Folge die unterschiedlichsten Formate ihren Platz: von der Ankündigung von Tagungen oder neuer Projekte, den Berichten von Projektergebnissen aus dem weiten Feld der Digitalität in den Geisteswissenschaften bis hin zu kritischen Miszellen oder grundlegenden Auseinandersetzungen zu den Auswirkungen des technologischen und medialen Wandels in den Geisteswissenschaften.

Das Blog wird von Julia Menzel und Martin Huber moderiert. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.

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Flyer

War Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) ein früher Digital Humanist?
Mit der Frage nach Leibniz als Vordenker der Digitalisierung  setzt sich die
Tagung „Leibniz – Netzwerk – Digitalisierung“  am 4. und 5. Februar 2016
in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften auseinander.

Ausgehend von der Philosophie des Universalgelehrten diskutiert die von
Prof. Dr. Sybille Krämer konzipierte Veranstaltung Grundsatzfragen digitaler Kulturen,
u.a. mit Abendvorträgen von Aleida Assmann und Gesche Joost.

Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung bis zum 31. Januar wird gebeten unter: http//jahresthema.bbaw.de

Weitere Informationen zur Tagung

 

 

 

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