Coding da Vinci

Coding da Vinci 2015 - Preisverleihung // CC-BY Coding da Vinci, Foto: Thomas Nitz

Coding da Vinci 2015 – Preisverleihung // CC-BY Coding da Vinci, Foto: Thomas Nitz

Dieser Blogpost zu Coding da Vinci ist ein Gastbeitrag von Helene Hahn, Projektleiterin bei der Open Knowledge Foundation Deutschland, und Philipp Geisler, Projektmanager von Coding da Vinci Nord.

Viele Kulturinstitutionen nutzen bereits die Möglichkeiten, die ihnen die Digitalisierung und das Internet bieten. Im heutigen 21. Jahrhundert existieren viele Kultureinrichtungen, wie Museen, Archive und Bibliotheken, bereits seit 100 Jahren oder länger. Doch was ist notwendig, um Institutionen, die vor der Erfindung des Fernsehens etabliert wurden, in der heutigen von Technologien bestimmten Welt bei ihren gesellschaftlichen Aufgaben zu unterstützen?

Seit mehreren Jahren beschäftigen sich die deutschen Verwaltungen mit dem Begriff “Open Data”, der Veröffentlichung von Daten, die von Bürger/innen frei genutzt werden können. Hierzu gehören bspw. Angaben zur Qualität der Badegewässer oder der Arbeitslosigkeit. Diese Daten werden von technikbegeisterten Menschen genutzt und so aufbereitet, dass andere sich zu einem Thema besser informieren können.

Was im Verwaltungsbereich schon länger ein Thema ist, kommt nun auch langsam in der deutschen Kulturlandschaft an. 2014 wurde erstmals ein Hackathon mit Fokus auf Kulturdaten durchgeführt: Coding da Vinci, der Kultur-Hackathon, bringt seit nun schon zwei Jahren die Kultur- und Technikwelt zusammen, um gemeinsam neue Möglichkeiten der Kulturvermittlung zu ergründen. Insgesamt haben 34 Kulturinstitutionen, darunter Archive, Theater, Museen und Bibliotheken teilgenommen. Über 50 Datensets standen den Entwickler/innen, Designer/innen und Kulturinteressierten zur Verfügung, aus denen 39 Projekte entstanden. Sie zeigen die Möglichkeiten, wie Kulturerbe noch stärker Einzug in unseren Alltag – über Websites, Spiele, Apps und Visualisierungen – haben könnten.

In diesem Jahr konzentrieren sich die vier Gründer von Coding da Vinci, die Deutsche Digitale Bibliothek, Open Knowledge Foundation Deutschland, Servicestelle Digitalisierung Berlin und Wikimedia Deutschland, auf eine nachhaltige Verstetigung des Formats. Zukünftig soll der Versuch unternommen werden, ein ganzjähriges Programm anzubieten, das die lebendige Beziehungen zwischen den Teilnehmer/innen und den Kultureinrichtungen über den Hackathon hinaus festigt.

Coding da Vinci 2015 - Auftakt // CC-BY Coding da Vinci - Der Kulturhackathon, Foto: Heiko Marquardt

Coding da Vinci 2015 – Auftakt // CC-BY Coding da Vinci – Der Kulturhackathon, Foto: Heiko Marquardt

Daher geht dieses Jahr der Kultur-Hackathon mit dem Namen Coding da Vinci Nord erstmals in die Region mit dem Fokus auf Norddeutschland. Coding da Vinci Nord wird von einem regionalen Veranstalterteam organisiert und durchgeführt. Das bewährte Format von Coding da Vinci bleibt dabei erhalten: Am Kick-Off-Wochenende am 17. und 18. September treffen sich die Teilnehmer/innen in den Räumen von Mindspace Hamburg, um sich mit den Daten der Kulturinstitutionen vertraut zu machen, Teams zu bilden und gemeinsam Projektideen zu entwickeln.

Die Projektideen werden nach dem Kick-Off-Wochenende innerhalb von einem sechs Wochen Sprint weiterentwickelt. Gemeinsam mit Code for Hamburg bieten wir im Rahmen von wöchentlichen Treffen für Projektteams und Kulturinstitutionen technische und organisatorische Unterstützung an. Alle Projekte werden bei dem Abschlusstermin Anfang November von den Teams vorgestellt und hervorragende Beispiele in mehreren Kategorien von einer Jury ausgezeichnet.

Ab Juli bis zum Kick-Off bieten Code for Hamburg und Wikipedia Hamburg bereits vorbereitende Workshops und Meetups für Coding da Vinci Nord an, um bereits Interessierte aus der Entwickler- und Kreativ-Community, den Digital Humanities, Kulturwissenschaften und der GLAM-Community miteinander in Kontakt zu bringen. Die Workshops werden über die Webseite von Coding da Vinci Nord, Code for Hamburg, Wikipedia Hamburg und bei Meetup angekündigt und stehen für jeden offen.

Mehrere Hamburger Kulturinstitutionen haben sich schon bereit erklärt, Ihre Datenbestände für Coding da Vinci Nord zu öffnen, darunter das Archäologische Museum Hamburg, das Museum der Arbeit, das Museum für Kunst und Gewerbe und die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky. Das KENOM-Projekt stellt ihr virtuelles Münzkabinett vollständig zur Verfügung.

Interessierte Galerien, Bibliotheken, Archive und Museen, die erkunden möchten, was aus ihren Digitalisaten und Metadaten entstehen kann, haben die Möglichkeit, sich bei Coding da Vinci Nord anzumelden. Die Veranstalter unterstützen die Institutionen in dem Prozess, geeignete Daten zu finden und für Coding da Vinci Nord aufzubereiten.

An einer Teilnahme Interessierte, datengebende Institutionen sowie Projektentwickler/innen, können sich ab sofort über die Webseite anmelden, oder per Email (nord@codingdavinci.de) Kontakt aufnehmen. Philipp Geisler, Projektmanager von Coding da Vinci Nord, steht gerne für Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

 

Weitere Infos:

Coding da Vinci: https://codingdavinci.de/

Coding da Vinci Nord: https://codingdavinci.de/events/nord/

Handbuch zu offenen Kulturdaten: https://opus4.kobv.de/opus4-zib/frontdoor/index/index/docId/5913

 

Termine für Coding da Vinci Nord:

Anmeldung für Institutionen noch bis 8. Juli (Einreichung der Daten bis 22. Juli)

Kick-Off und Hacken: 17./18. September, Mindspace Hamburg, Rödingsmarkt 9

Sprint: 6 Wochen Zeit, um kooperativ Projekte umzusetzen

Preisverleihung: Termin und Ort werden noch bekannt gegeben

Coding da Vinci Nord ist eine Regionalveranstaltung von: Archäologisches Museum Hamburg, Code for Hamburg, eCulture.info, Hamburg Kreativ Gesellschaft, Projekte&Seminare – Sabine Heydenbluth, Stiftung Historische Museen Hamburg, We-Build.City, Wikipedia Hamburg

Coding da Vinci ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, Open Knowledge Foundation Deutschland, Servicestelle Digitalisierung Berlin und Wikimedia Deutschland.

 

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